
Der Co- Gründer von Strategies Bitcoin-Management- Unternehmen, Michael Saylor, hat am Sonntag auf der X-Plattform eine Grafik mit der Historie der Bitcoin-Käufe des Unternehmens geteilt. Dazu schrieb er: „Man muss in die Zukunft blicken.“ Diese Aktion gilt in der Branche mehrfach als Vorzeichen dafür, dass Strategy erneut Bitcoins kaufen wird. Der Bericht von Strategy für Q1 2026 zeigt, dass die bilanzielle Verlustposition der Bitcoin-Beteiligung des Unternehmens bei fast 14,5 Milliarden US-Dollar liegt.
(Quelle: StrategyTracker)
Im Kryptomarkt veröffentlichte Saylor am Sonntag eine kumulierte Grafik zu den Bitcoin-Käufen. Dies geschah bereits mehrfach, bevor in der Folgewoche in den SEC-8-K-Dokumenten eine neue Runde großvolumiger Bitcoin-Käufe offengelegt wurde. So entstand das in der Branche allgemein anerkannte „Grafik-Vorzeichen-Signal“. Der Grafik-Post diesmal erschien genau nachdem es diese Woche nach dem lokalen Hoch von über 73.000 US-Dollar bei Bitcoin zu einer Korrektur gekommen war, was stark mit der durchgängigen „bei Korrekturen aufstocken“-Strategie von Strategy übereinstimmt.
Laut den neuesten öffentlich verfügbaren Daten lauten die Details zu den Bitcoin-Beständen von Strategy wie folgt:
Gesamtbestand: 766.970 BTC, entspricht bei aktuellen Marktpreisen einem Wert von rund 54,5 Milliarden US-Dollar und ist damit die größte Unternehmens-Bitcoin-Bestandsmenge weltweit
Durchschnittliche Haltekosten: 75.644 US-Dollar pro Coin (der aktuelle Marktpreis liegt etwa 5.000 US-Dollar darunter)
Bilanzielle Verluste in Q1 2026: Der Verlust aus den Bitcoin-Beständen, die bei der SEC gemeldet wurden, liegt bei fast 14,5 Milliarden US-Dollar
Kumulierte Handelsaufzeichnungen: Seit 2020 wurden 105 Bitcoin-Transaktionen abgeschlossen
Branchen-Ranking: Mit 766.970 BTC steht man weiterhin unangefochten auf Platz 1 der weltweiten Unternehmens-Bitcoin-Bestände und liegt weit vor dem Zweitplatzierten Twenty One Capital (43.514 BTC)
(Quelle: StrategyTracker)
Obwohl bilanzielle Verluste in Höhe von 14,5 Milliarden US-Dollar bestehen, stockt Strategy weiter auf. Die Strategie des Unternehmens ist in der Marktwelt stets Gegenstand intensiver Debatten. Saylor erklärte im April dieses Jahres ausdrücklich: „Der globale Konsens lautet: Bitcoin ist digitales Kapital. Der Vierjahreszyklus ist vorbei. Jetzt wird der Preis durch Kapitalzuflüsse bestimmt. Banken und digitale Kredite werden die Wachstumskurve von Bitcoin bestimmen.“
Der Kern dieser These lautet: Bitcoin ist aus einer für Privatanleger zyklisch spekulativen Anlage zu einer digitalen Reserve gewandelt, die institutionelles Kapital langfristig allokiert. Kurzfristige bilanzielle Verluste sind lediglich die Haltekosten für eine langfristige Planung. Die Daten belegen auch den Skaleneffekt dieser Strategie: Im März 2026 liegt die Förderung der Miner bei etwa 16.200 neuen Bitcoins, während Strategy im gleichen Zeitraum 46.233 Coins anhäufte. Das Tempo des Einsammelns von Coins entspricht fast dem Dreifachen der neu geförderten Angebotsmenge; einige Analysten prognostizieren, dass dies zu strukturellen Spannungen auf der Angebotsseite von Bitcoin führen könnte.
Während Strategy weiter aufstockt, entschied sich auch MARA Holdings, ein Unternehmen mit Bitcoin-Reserve, im März 2026 für das Gegenteil: Es verkaufte 15.133 Bitcoins, löste dabei rund 1,1 Milliarden US-Dollar Liquidität aus, und kaufte anschließend für 1 Milliarde US-Dollar diskontierte Nullkupon-Wandelanleihen zurück. Ziel ist es, die finanzielle Flexibilität zu stärken und sich in digitale Energie- und KI-High-Performance-Computing-Geschäftsfelder auszudehnen.
Der Verkauf von MARA und die Aufstockung von Strategy zeigen die Aufspaltung der Wege, wie Unternehmen auf Bitcoin-Strategien reagieren: Ein Teil der Unternehmen entscheidet sich dafür, die Liquidität in der Korrekturphase zu erhalten, während ein anderer Teil weiterhin auf eine langfristige Wertsteigerung setzt.
Nach historischen Mustern veröffentlichen Saylor-Posts, in denen er sonntags die kumulierte Grafik der Bitcoin-Käufe von Strategy teilt, oft in der Folgewoche eine neue Runde von Kauf-Offenlegungen in Form von SEC-8-K-Dokumenten. Dieses Muster wurde bereits mehrfach wiederholt, weshalb die Branche es als Vorzeichen dafür betrachtet, dass Bitcoin demnächst aufgestockt wird.
Saylor stellt als Kernargument heraus, dass Bitcoin zu einem digitalen Reserve-Asset geworden sei, das institutionelles Kapital langfristig allokiert. Sein Preis werde nicht länger von einem Vierjahreszyklus dominiert, sondern von Kapitalflüssen bestimmt. In diesem Rahmen werden kurzfristige bilanzielle Verluste als Haltekosten für die langfristige Strategie betrachtet – nicht als Signal für ein Anlageversagen.
Zum Zeitpunkt der neuesten Daten hält Strategy 766.970 Bitcoins. Die durchschnittlichen Haltekosten betragen 75.644 US-Dollar pro Coin. Das ist die größte börsennotierte Unternehmens- Bitcoin-Reserve-Einrichtung weltweit und liegt weit vor dem Zweitplatzierten Twenty One Capital mit 43.514 Coins.
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