BNY Mellon CEO: Banken werden nicht durch DeFi ersetzt, sondern sind vielmehr die wichtige Brücke zur nächsten Phase der Kryptowährungsadoption

New York Mellon Bank (BNY Mellon) CEO Robin Vince hat auf dem Digital Asset Summit in New York klar betont, dass die nächste Phase der Verbreitung von Kryptowährungen stark von großen traditionellen Finanzinstituten abhängen wird. Er wies die Behauptung zurück, DeFi würde Banken ersetzen, und betonte, dass traditionelle Banken mit ihrer großen Kundenbasis und Infrastruktur die beste Brücke für die Tokenisierung seien.
(Vorheriger Kontext: Nordamerikanischer Bankriese BMO kooperiert mit CME und Google Cloud bei der Einführung einer „Tokenized Cash“-Plattform, die auf 24/7 Sofortabwicklung abzielt)
(Hintergrund: Wall Street Giganten mischen mit! Wells Fargo beantragt die Marke „WFUSD“ und plant umfassend im Bereich Krypto-Handel und Stablecoin-Zahlungen)

Inhalt dieses Artikels

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  • Große Banken werden nicht verdrängt, sondern dienen als „Adoptionsplattform“ im Krypto-Markt
  • Fokus auf „schwere“ Vermögenswerte, volle Kraft bei der Tokenisierung
  • Regulatorischer Kampf: „Clear Act“ und die Debatte um Stablecoin-Erträge
  • Ein langer Marsch von 5 bis 15 Jahren

Im Bereich der digitalen Vermögenswerte wird die These, dass DeFi traditionelle Banken umgehen oder ersetzen könnte, immer wieder laut. Doch Robin Vince, CEO der New York Mellon Bank (BNY Mellon), widersprach dieser Ansicht am Dienstag auf dem Digital Asset Summit in New York.

Große Banken werden nicht verdrängt, sondern dienen als „Adoptionsplattform“ im Krypto-Markt

Vince sagte, dass das Engagement großer Finanzinstitute für den nächsten Wachstumsschub bei Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten unerlässlich sei. Er glaubt, dass eine Technologie, die überall nach Anwendern sucht, manchmal Schwierigkeiten hat, doch mit ihrer bestehenden großen Kundschaft und Infrastruktur seien Banken die beste „Adoptionsplattform“ für diese Technologie.

Er betonte, dass BNY Mellon, als eines der ersten großen Institute, das digitale Vermögensverwahrung anbietet, bereit sei, die effektivste Brücke zwischen traditionellem und digitalem Finanzökosystem zu sein, um digitale Vermögensanbieter mit allen Vorteilen des traditionellen Finanzsystems zu unterstützen.

Fokus auf „schwere“ Vermögenswerte, volle Kraft bei der Tokenisierung

In Bezug auf konkrete Anwendungsbereiche richtet Vince seinen Blick auf die „Tokenisierung“, insbesondere die Umwandlung traditioneller Finanzprodukte in digitale Versionen. Er verriet, dass die Bank bereits digitale Token für Geldmarktfonds und neue Aktienklassen geschaffen hat, um die breitere Akzeptanz durch die Emission von bestehenden Fonds in tokenisierter Form zu fördern.

Kurzfristig erwartet Vince, dass die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte sich vor allem auf Bereiche konzentrieren wird, in denen das derzeitige traditionelle System ineffizient ist. Er sagte offen, dass die Abläufe im Kredit- und Immobilienmarkt ziemlich „schwerfällig“ seien, und diese ineffizienten traditionellen Märkte die besten Kandidaten für die ersten Vorteile durch Tokenisierung seien.

Regulatorischer Kampf: „Clear Act“ und die Debatte um Stablecoin-Erträge

Trotz optimistischer Aussichten für die technologische Entwicklung forderte Vince nachdrücklich, dass Vertrauen und klare Regulierung die entscheidenden Faktoren für das Wachstum dieser Branche seien. Er warnte, dass, wenn der Markt weiterhin im „Wilden Westen“ verbleibe, bis zu 90 % der traditionellen Finanzdienstleister kein Interesse an einer Beteiligung hätten.

„Wir brauchen Klarheit und klare Regeln. Das Zögern bremst die Akzeptanz.“

Derzeit arbeiten US-Gesetzgeber an einem sicheren Rahmen für institutionelle Investoren im Bereich digitaler Vermögenswerte. Während das „Genius Act“, das sich auf Stablecoins konzentriert, bereits verabschiedet wurde, befindet sich eine überarbeitete Version des „Digital Asset Market Clarity Act“ noch in der Diskussion. Diese Woche teilten Gesetzgeber bei einer geschlossenen Sitzung im Capitol mit Branchenvertretern die aktualisierten Entwürfe, um den Weg für eine Anhörung im Senatsausschuss für Banken zu ebnen.

Allerdings löste der Entwurf große Kontroversen hinsichtlich der Behandlung von Stablecoin-Erträgen aus. Frühzeitiges Feedback aus der Krypto-Branche kritisierte, dass die Formulierungen bezüglich der Erträge aus Stablecoins eng gefasst und unklar seien. Unter Druck traditioneller Banken (wie Kreditinstituten) wurde die neueste Kompromisslösung eingeführt, die nur Belohnungen an „Benutzeraktivitäten“ koppelt und strikt verbietet, Zinsen auf „Stablecoin-Guthaben“ zu zahlen. Diese Regelung spiegelt den anhaltenden Machtkampf zwischen der Krypto-Industrie und traditionellen Finanzinstituten wider, wie diese digitale Produkte zu bewerten sind.

Ein langer Marsch von 5 bis 15 Jahren

Angesichts der Herausforderungen durch technologische Innovationen und Regulierung warnte Vince, dass der Markt Geduld brauche. Er bezeichnete diesen Wandel im Finanzsektor als einen langen Weg von 5, 10 oder sogar 15 Jahren, dessen Fortschritt vollständig von technologischen Durchbrüchen, regulatorischer Verbesserung und Marktteilnahme abhänge. Trotz der langen und unsicheren Reise betonte Vince, dass all diese Herausforderungen die Branche nicht daran hindern sollten, mit Begeisterung die Transformation voranzutreiben.

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