Vitalik Buterin hat sich dazu geäußert, was als „echtes DeFi“ gilt. Der Ethereum-Mitbegründer machte seine Haltung während eines kürzlichen Austauschs in sozialen Medien deutlich.
Er argumentierte, dass algorithmische Stablecoins als echte dezentrale Finanzen anerkannt werden sollten. Seine Kommentare kamen als Reaktion auf Behauptungen, dass DeFi nur Krypto-Haltern dient, die Selbstverwahrung anstreben.
Die Debatte begann, als ein Krypto-Kommentator behauptete, die meisten DeFi-Anwendungen seien „Cargo Cults“. Er meinte, USDC-Ertragslandwirtschaft qualifiziere nicht als echtes DeFi.
Buterin antwortete, indem er algorithmische Stablecoins als authentische Alternative verteidigte.
Buterin erklärte, warum ETH-gestützte algorithmische Stablecoins wichtig sind.
Selbst wenn 99 % der Liquidität von CDP-Haltern stammt, bietet das System einzigartige Vorteile. Diese Halter könnten negative algorithmische Dollar-Positionen halten, während sie anderswo reguläre Dollar besitzen. Dennoch bleibt die Fähigkeit, Gegenparteirisiko auf Market Maker zu übertragen, wertvoll.
Dieses Design verschiebt dollarbezogene Risiken von Endnutzern weg. Die Market Maker übernehmen die Exposition stattdessen. Buterin beschrieb dieses Merkmal als bedeutend für echte Dezentralisierung.
Der Mechanismus bewahrt die Selbstverwahrung, während er Finanzdienstleistungen bietet.
inb4 “muh USDC Ertrag”, das ist kein DeFi
Fallen algorithmische Stablecoins darunter?
Meiner Meinung nach nein (d.h. algorithmische Stablecoins sind echtes DeFi)
Einfaches Antwort: Wenn wir einen guten ETH-gestützten algorithmischen Stablecoin hätten, dann selbst wenn 99 % der Liquidität von CDP-Haltern stammt, die…
— vitalik.eth (@VitalikButerin) 8. Februar 2026
Der Ethereum-Gründer sprach auch über realweltlich besicherte Stablecoins. Diese können als legitimes DeFi fungieren, wenn sie richtig gestaltet sind.
Überbesicherung wird in diesem Modell essenziell. Diversifikation ist ebenso wichtig.
Buterin legte spezifische Kriterien für RWA-gestützte Systeme fest. Jedes einzelne Asset sollte weniger als das Überbesicherungsverhältnis ausmachen. Dies stellt sicher, dass der Stablecoin auch bei Ausfall eines Vermögenswerts weiterhin besichert bleibt. Ein solches Design verbessert die Risikoeigenschaften für die Halter.
Er positionierte diesen Ansatz als Backup-Option. ETH-gestützte Designs sollten Vorrang haben. RWA-Modelle dienen als Fallback-Alternative.
Buterin skizzierte eine Entwicklungsroadmap für Stablecoins.
Der unmittelbare Fokus sollte auf ETH-gestützten algorithmischen Designs liegen. Diversifizierte RWA-Modelle folgen in der Priorität. Beide stellen Verbesserungen gegenüber zentralisierten Alternativen dar.
Die langfristige Vision geht noch weiter. Buterin schlug vor, ganz vom Dollar wegzugehen. Er empfahl, sich breiteren, diversifizierten Indizes als Rechnungseinheiten zuzuwenden. Dies stellt die endgültige Entwicklung in seiner skizzierten Progression dar.
Aktuelle DeFi-Produkte wurden ebenfalls kritisiert. Buterin bemerkte, dass „USDC in Aave stecken“ Mechanismen beide Kriterien nicht erfüllen. Diese Geräte basieren auf zentralisierten Stablecoins. Sie bieten nicht das Risikominderungspotenzial, das algorithmische Designs bieten.
Das Gespräch hebt laufende Debatten über den Zweck von DeFi hervor.
Einige argumentieren, es dient hauptsächlich Krypto-Haltern, die Selbstverwahrung wünschen. Andere sehen ein breiteres Potenzial für finanzielle Innovationen. Buterins Position unterstützt eindeutig die letztere Gruppe.
Sein Rahmen schafft klare Standards zur Bewertung von Stablecoin-Projekten. Dezentralisierung, Überbesicherung und Diversifikation sind Schlüsselmetriken. Diese Faktoren bestimmen, ob ein Projekt als echtes DeFi gilt.
Die Kommentare des Ethereum-Mitbegründers könnten zukünftige Entwicklungsprioritäten beeinflussen. Teams, die Stablecoins entwickeln, haben nun eine Orientierungshilfe von einer der angesehensten Stimmen im Krypto-Bereich. Ob die Branche diesem Fahrplan folgt, bleibt abzuwarten.
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