Mit anhaltendem Verkaufsdruck auf dem Markt verzeichnete die Vermögensverwaltung von Bitcoin-ETFs einen deutlichen Rückgang. Laut Daten von SoSoValue verzeichnete der Spot-Bitcoin-ETF am Tag einen Nettoabfluss von etwa 272 Millionen US-Dollar, was dazu führte, dass das gesamte AUM unter die Marke von 100 Milliarden US-Dollar fiel – das erste Mal seit April 2025, dass dieses Niveau unterschritten wurde. Im Vergleich dazu lag dieser Wert im Oktober letzten Jahres zeitweise bei fast 168 Milliarden US-Dollar, was einen deutlichen Unterschied darstellt.
Dieser Rückgang erfolgte vor dem Hintergrund eines insgesamt rückläufigen Kryptomarktes. Bitcoin fiel zeitweise unter 74.000 US-Dollar, und die globale Marktkapitalisierung digitaler Vermögenswerte sank in der vergangenen Woche von 3,11 Billionen auf 2,64 Billionen US-Dollar. Der Abfluss von ETF-Mitteln ging Hand in Hand mit einem Preisrückgang, was auf eine nach wie vor vorsichtige Stimmung hindeutet. Obwohl am Vortag kurzfristig mehr als 500 Millionen US-Dollar netto zuflossen, kehrten Bitcoin-bezogene Fonds schnell wieder zu Nettomittelabflüssen zurück, sodass sich die kumulierten Abflüsse seit Jahresbeginn auf fast 1,3 Milliarden US-Dollar belaufen.
Im Gegensatz dazu zeigten einige führende Altcoin-bezogene Produkte eine leichte Aufnahme. Fonds, die Ethereum, Ripple und Solana nachverfolgen, verzeichneten am selben Tag Kapitalzuflüsse von etwa 14 Millionen, 19,6 Millionen und 1,2 Millionen US-Dollar, was darauf hindeutet, dass einige Gelder in eine strukturelle Rotation fließen, anstatt den Kryptobereich insgesamt zu verlassen.
Marktteilnehmer weisen darauf hin, dass der aktuelle Preis des Bitcoin-ETFs unter den Herstellungskosten einiger Anteile liegt, was die Bereitschaft für neue Investitionen einschränkt. Allerdings ist Nate Geraci, Analyst für ETFs, der Ansicht, dass die meisten physischen Bitcoin-ETFs ihre Kernbestände weiterhin stabil halten werden. Thomas Restout, Leiter des Liquiditätsdienstleisters B2C2, sagte ebenfalls, dass institutionelle Investoren in der Regel geduldiger seien und bei kurzfristigen Schwankungen nicht so leicht aussteigen.
Er erwähnte außerdem, dass die nächste Phase der Veränderungen durch direkte Beteiligung institutioneller Akteure an On-Chain-Asset-Transaktionen kommen könnte, anstatt sich nur auf tokenisierte Produkte zu verlassen. Dieser Trend könnte die zukünftige Kapitalstruktur des Kryptomarktes verändern und mehr Variablen für die weitere Entwicklung des Bitcoin-ETFs schaffen.
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