Mit dem offiziellen Beginn im Jahr 2026 zeigt die Haltung der Bitcoin-Händler im Derivatemarkt deutlich eine bullische Tendenz. Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass der Markt stark auf einen Bitcoin-Preis über der 100.000-Dollar-Marke setzt, wobei die Nachfrage nach entsprechenden Optionen an der weltweit größten Krypto-Optionsbörse Deribit schnell anzieht und klare bullische Signale sendet.
Seit dem vergangenen Freitag hat sich das Handelsvolumen der Bitcoin-Call-Optionen mit einem Ausübungspreis von 100.000 US-Dollar und Fälligkeitsdatum im Januar deutlich erhöht. Call-Optionen bedeuten, dass Investoren auf einen Anstieg des Bitcoin-Preises über einen bestimmten Wert vor Fälligkeit setzen. Diese konzentrierte Positionierung zeigt, dass Händler sowohl kurzfristig als auch in phasenbezogenen Trends zuversichtlich sind. Wintermute-Strategen weisen darauf hin, dass der Handel derzeit hauptsächlich auf Roll-Over-Positionen basiert, wobei die bei Fälligkeit im Januar 2024 liegenden 100.000-Dollar-Call-Optionen besonders aktiv sind.
Laut Amberdata-Daten ist die Anzahl der offenen Kontrakte dieser Optionen in den letzten 24 Stunden um etwa 420 Bitcoin gestiegen, was einem nominellen Wert von rund 38,8 Millionen US-Dollar entspricht. Damit gehören sie zu den am stärksten gewachsenen Kontrakten aller Januar-Fälligkeiten auf der Deribit-Plattform. Statistiken von Deribit Metrics zeigen, dass das offene Volumen der Optionen mit einem Ausübungspreis von 100.000 US-Dollar bei etwa 1,45 Milliarden US-Dollar liegt, wobei die im Januar fälligen Kontrakte einen Anteil von 828 Millionen US-Dollar ausmachen.
Dieser Trend setzt die seit 2025 beobachtete Hauptlinie fort. Damals war der Bitcoin-Optionsmarkt langfristig auf die Spanne zwischen 100.000 und 140.000 US-Dollar ausgerichtet, wobei die Bullenstimmung dominierte. QCP Capital ist der Ansicht, dass, sobald der Spot-Preis von Bitcoin effektiv über 94.000 US-Dollar steigt, die Nachfrage nach Call-Optionen mit hohen Ausübungspreisen weiter zunehmen könnte, was einen positiven Rückkopplungseffekt erzeugt.
In Bezug auf die Preisentwicklung stieg Bitcoin in den ersten fünf Handelstagen des Jahres 2026 um etwa 5 %, wobei es am Montagmorgen kurzzeitig fast 93.000 US-Dollar erreichte. Gleichzeitig stieg die annualisierte Funding-Rate für unbefristete Bitcoin-Kontrakte auf der Deribit-Plattform auf über 30 %, was darauf hindeutet, dass einige Händler durch Short-Positionen in Call-Optionen Hedging betreiben. Wenn der Spot-Preis die 90.000-Dollar-Marke überschreitet, wird diese strukturelle Hedging-Nachfrage besonders deutlich.
Insgesamt wird der Bitcoin-Optionsmarkt zu einem wichtigen Barometer für die Trendbestimmung. Wenn der Preis weiter über 94.000 US-Dollar stabil bleibt, könnte die Marke von 100.000 US-Dollar nicht mehr nur eine psychologische Schwelle sein, sondern ein phasenbezogenes Ziel, das Händler Anfang 2026 allgemein erwarten.
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