Der jüngste Bitcoin-Forschungsbericht von Bernstein, die rund 800 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten verwalten, hat große Aufmerksamkeit am Markt erregt. Das Institut erklärt, dass der seit über zehn Jahren bestehende „Vier-Jahres-Halving-Zyklus“ von Bitcoin offiziell beendet ist und eine von institutionellem Kapital getriebene, langfristige Hausse-Phase entsteht.
Laut dem von VanEck-Manager Matthew Sigel geteilten Bericht ist die aktuelle strukturelle Nachfrage nach Bitcoin im Wandel und wird zunehmend durch institutionelle Käufe geprägt. Obwohl der Bitcoin-Preis zuletzt um fast 30 % korrigiert hat, betrugen die ETF-Mittelabflüsse weniger als 5 %. Dies zeigt, dass die meisten institutionellen Käufer BTC als strategischen Vermögenswert und nicht als kurzfristiges Handelsinstrument betrachten. Der anhaltende Nettozufluss in ETFs steht im Einklang mit der langfristigen Akkumulation durch große Institutionen und spiegelt einen tiefgreifenden Wandel in der Marktstruktur von Bitcoin wider.
Basierend auf diesem neuen Rahmen hat Bernstein die zukünftigen Preisprognosen für Bitcoin deutlich angehoben. Die neuesten Schätzungen gehen davon aus, dass Bitcoin bis 2026 auf 150.000 US-Dollar und 2027 auf 200.000 US-Dollar steigen könnte, während das langfristige Kursziel unverändert bei 1.000.000 US-Dollar bis 2033 liegt. Die Analysten betonen, dass eine ausgereiftere Verwahrungsinfrastruktur, höhere Liquidität sowie eine steigende Nachfrage aufgrund bundesstaatlicher Kryptogesetze die entscheidenden Treiber für höhere Bitcoin-Bewertungen seien.
Bernstein führt weiter aus, dass durch die Ausweitung institutioneller Produkte die emotionalen Verkäufe von Privatanlegern während Marktvolatilität zunehmend von langfristigen Käufern absorbiert werden. Dies stärkt die Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Marktes und verringert die Ausmaße von Rücksetzern. Im Vergleich zu früheren Zyklen ist das neue, auf institutionellen Kapitalflüssen basierende Modell stabiler und kann vom traditionellen Halving-Modell nur schwer erfasst werden. Das bedeutet, dass die zukünftige Preisentwicklung von Bitcoin sich grundlegend von den bisherigen, halving-getriebenen Zyklen unterscheiden könnte.
Der Bericht stellt außerdem fest, dass Bitcoin allmählich die Eigenschaft einer „vorhersehbaren Nachfragequelle“ entwickelt, wodurch die marktbeherrschende Rolle des Halving-Ereignisses an Bedeutung verliert. Mit der zunehmenden Verbreitung von Bitcoin im globalen Finanzsystem konkurriert es direkt mit traditionellen Wertspeichern wie Gold oder Staatsfonds. Die Analysten sind der Ansicht, dass bei anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit weltweit immer mehr Kapital Bitcoin als „digitale Reserve-Asset“ betrachten könnte.
Bernstein kommt zu dem Schluss, dass sich Bitcoin noch immer in einem frühen Stadium der Verbreitungskurve befindet und künftiges Wachstum stärker von institutionellen Allokationen getrieben sein wird. Mit der Etablierung des neuen Zyklus steuert Bitcoin auf eine reifere und strukturell besser abgesicherte langfristige Hausse zu.
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