Gate News Meldung, eine Klage rund um die Anteile von SpaceX könnte erhebliche Auswirkungen auf die bevorstehende IPO-Verteilungserlöse der global wertvollsten Start-up-Gesellschaft haben. Der Streit entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Trellis Software und ClearList Holdings im Jahr 2020: Damals erhielt Trellis Anteile an ClearList im Tausch gegen Software. Als ClearList in SpaceX investierte, stieg der Wert der von Trellis gehaltenen Anteile von 434 Millionen USD auf 843 Millionen USD – und löste einen Kampf um die Beteiligung aus.
Trellis behauptet, ClearList habe versucht, es auszugrenzen, um Exklusivgewinne zu vereinnahmen, während ClearList und sein Mutterkonzern GTS Trellis vorwerfen, keine Software geliefert zu haben und die Anteile durch falsche Darstellungen erlangt zu haben, wobei sie seine Software als „Betrug“ bezeichnen. Beide Seiten streiten derzeit um die Kontrolle über die Anteile – vor Gerichten und im Rahmen von Schiedsverfahren.
SpaceX steht unmittelbar vor einem IPO; Berichten zufolge könnte die potenzielle Bewertung bis zu 1,75 Billionen USD erreichen, und private Renditen aus dem Sekundärmarkt sowie eine komplexe Eigentümerstruktur werden auf die Probe gestellt. Der Experte James Rubinowitz weist darauf hin, dass dieser Fall ein Präzedenzfall für Minderheitsaktionäre sein könnte, um sich bereits vor dem IPO ihre Rechte zu sichern. Wenn ClearList es gelingt, Trellis auszuschließen, könnte der gesamte Sektor diesen Ansatz nachahmen.
Da Schiedsverfahren und Klagen parallel laufen, könnten sich beide Seiten vor der Notierung auch in Vergleichsgesprächen einigen. Rubinowitz glaubt, dass ClearLists Strategie stärker spekulativ ausgerichtet ist und seine Erfolgschancen nicht groß sind. Selbst bei teilweisem Erfolg könnte sie jedoch sehr hohe Gewinne bringen. Gleichzeitig warnt er andere Unternehmen, die Risiken eines Reputationsschadens abzuwägen, wenn man in einer Phase stark steigender Investitionen Aktionärsschutz unter Druck setzt.
Da SpaceX möglicherweise innerhalb von drei Monaten an die Börse geht, wird der Fortschritt des Falls direkt beeinflussen, wie mehrere Milliarden USD an privaten Mitteln verteilt werden, und das Marktinteresse an Fragen rund um die Eigentumsstruktur, den Schutz von Minderheitsaktionären und die Regeln des Sekundärmarkts verstärken. Dieser Streit betrifft nicht nur Anleger, sondern könnte auch weitreichende Auswirkungen auf zukünftige IPO- und Private-Equity-Operating-Modelle haben. (Business Insider)