Bitcoin sieht sich neuer Bedrohung gegenüber, wenn US-PMI Stagflationssorgen auslöst

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Geschäftstätigkeiten in den USA haben im März nachgelassen, und die neuesten PMI-Daten senden ein Signal, das der Markt bereits widerspiegelt: Das Wachstum schwächt sich ab, während der Preisdruck zurückkehrt.

Dies schafft einen ziemlich ungünstigen Rahmen für Bitcoin. Wenn die Wirtschaft abkühlt, die Inflation jedoch hoch bleibt, neigen Händler dazu zu erwarten, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen länger hoch hält. Dies ist in der Regel ein negatives Umfeld für risikoreiche Vermögenswerte.

Laut S&P Global sank der vorläufige Composite-PMI-Index im März auf 51,4, verglichen mit 51,9 im Februar.

Der Dienstleistungssektor – der einen großen Anteil an der US-Wirtschaft hat – fiel auf 51,1 von 51,7. Im Gegensatz dazu stieg die Produktion auf 52,4 von 51,6. Gleichzeitig verzeichneten die Inputkosten den schnellsten Anstieg in 10 Monaten, während die Beschäftigung nach über einem Jahr erstmals zurückging.

Diagramm zeigt den vorläufigen Composite-PMI-Index von S&P Global im März 2026 (Quelle: S&P Global)## Besorgniserregende Divergenz in der Wirtschaft

Obwohl der Gesamtindex weiterhin Wachstum anzeigt, liegt die wichtigste Botschaft in der zunehmenden Divergenz zwischen den Sektoren.

Aktivitäten im Zusammenhang mit Verbrauchernachfrage beginnen abzunehmen, während die Produktion an Fahrt gewinnt, da Unternehmen ihre Lager aufstocken, um Risiken von Lieferunterbrechungen und steigenden Kosten, insbesondere durch Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg, zu vermeiden.

Diese Unterschiede spiegeln eine Wirtschaft wider, die sich auf Unsicherheiten vorbereitet, anstatt durch tatsächliche Nachfrage zu wachsen.

Lieferzeiten verlängern sich, was zeigt, dass Unternehmen auf Kosten- und Versorgungskrisen reagieren, nicht auf eine explodierende Nachfrage.

*Diagramm zeigt den Dienstleistungs-PMI und den Produktions-PMI von S&P Global im März 2026 (Quelle: S&P Global)*Im Gegensatz dazu sendet der Dienstleistungssektor negativere Signale: Das Wachstum bei neuen Aufträgen verlangsamt sich, Exporte sinken, und das Geschäftsklima verschlechtert sich. Unternehmen berichten, dass hohe Lebenshaltungskosten, teure Kredite und geopolitische Unsicherheiten die Aktivitäten bremsen.

S&P Global schätzt, dass die US-Wirtschaft im März mit etwa 1 % (jährlich) wächst, während die Preistrends auf eine Rückkehr der Inflation in die Nähe von 4 % hindeuten.

Die Kombination aus schwachem Wachstum und hoher Inflation löst Bedenken über eine „Stagflation“ aus – ein besonders ungünstiges Szenario für die Finanzmärkte.

Bitcoin unter Druck durch makroökonomische Rahmenbedingungen

Nach Veröffentlichung der Daten fiel Bitcoin leicht und riss die Marke von 70.000 USD, während Investoren die Informationen verarbeiteten.

Die Reaktion auf dem breiteren Markt war ähnlich: Die Ölpreise bleiben hoch, die Renditen der Anleihen steigen, während der USD-Index nahezu seitwärts tendiert. Dies zeigt, dass Investoren zunehmend die Möglichkeit akzeptieren, dass die Inflation „anhält“, selbst bei langsamem Wachstum.

Historisch profitiert Bitcoin oft von lockerer Geldpolitik und hoher Liquidität. Doch die aktuellen Daten deuten auf das Gegenteil hin: Die Fed könnte weniger Spielraum haben, die Zinsen zu senken, da der Inflationsdruck noch nicht ausreichend nachgelassen hat.

Die Lage verschärft sich durch den starken Anstieg der Energiepreise infolge des Konflikts im Iran, was die Inflationsproblematik weiter verkompliziert. Wenn die Inputkosten steigen und das Risiko von Versorgungslücken wächst, wird der Markt empfindlicher gegenüber Signalen, dass die Fed ihre Straffungspolitik beibehält.

Ausblick

Bitcoin steht vor einem schwierigeren makroökonomischen Umfeld. Obwohl einige argumentieren, dass die Asset-Klasse profitieren könnte, wenn das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik schwindet, unterstützen die aktuellen PMI-Daten dieses Szenario nicht.

Die klare Botschaft lautet derzeit: Die Zinsen könnten länger auf hohem Niveau bleiben.

Der nächste Test wird durch die bald veröffentlichten Inflations- und Arbeitsmarktdaten erfolgen. Wenn diese die aktuelle Tendenz bestätigen – langsames Wachstum bei anhaltend hohem Preisdruck – wird Bitcoin wahrscheinlich weiterhin unter Druck bleiben, da das makroökonomische Umfeld kaum ignoriert werden kann.

Vương Tiễn

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