Trumps angekündigte 2000 US-Dollar „Zollbonus“ – Kann das wirklich für eine Liquiditätsflut sorgen?

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Trump verwandelt sich in den „Adult-Version Weihnachtsmann“ und behauptet, die Zollerträge für die Auszahlung von 2.000 US-Dollar „Zolldividende“ an Amerikaner mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verwenden, was die Krypto-Märkte in euphorische Stimmung versetzt. Dabei verschleiert er jedoch die versteckten Kosten von Inflation, Haushaltsdefizit und politischen Unsicherheiten – ist dieses Geschenk echtes Gold oder nur eine süße Illusion? Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag aus der „On-Chain Revelation“, zusammengestellt, übersetzt und verfasst vom Odaily Planet Daily.
(Frühere Zusammenfassung: Trump ruft „Jeder erhält 2000 USD“: Nur Idioten widersprechen Zöllen; US-Finanzminister überrascht: Habe nie mit mir darüber gesprochen)
(Hintergrund: Trump setzt zum Gegenschlag an: Handel mit Iran und anderen Ländern wird einheitlich mit 25 % Zöllen belegt, China und Indien sind die ersten Betroffenen)

Inhaltsverzeichnis

    1. Wenn der Präsident ankündigt, landesweit Geld zu verteilen: Ein Fest für die Märkte
    • Das vorzeitige Geschenk: Die Quelle der Dividende
    • Wie entsteht die Dividende?
    1. Das Vorschuss-Feiern und die unbezahlte Rechnung: Emotionen, Fest, Illusion
    • Kurzfristige Marktparty: Emotionen vor, Cash noch nicht
    • Die Prognose des Marktes: Kalshi vs. Polymarket
    1. Hinter den Weihnachtsbonbons: Ein Karies namens „Inflation“
    1. Der letzte, der den Tisch verlässt

Jedes Jahr zu Weihnachten erhalten Kinder ein Geschenk vom geheimnisvollen Weihnachtsmann, ohne je nach den Kosten zu fragen. Heute versucht Donald Trump, für die Erwachsenenwelt den Weihnachtsmann zu spielen, verspricht eine „Zolldividende“ von 2000 USD, die aus der Ferne von „Ausländischen Fabriken“ bezahlt wird. Die Krypto-Märkte sind bereits wie Kinder, die es kaum erwarten können, die Geschenke auszupacken. Doch hinter diesem großen Zaubertrick steckt ein Detail: Bevor man dem plötzlich erschienenen Hasen applaudiert, fragt niemand, wessen Abendessen dafür geopfert wurde. Und wer heute hungrig ins Bett geht?

1. Wenn der Präsident ankündigt, landesweit Geld zu verteilen: Ein Fest für die Märkte

Quelle: Donald Trump

Und die Krypto-Märkte sind genau die Gäste, die sich nie darum kümmern, wer für das Abendessen bezahlt – nur den Duft wahrnehmen.

Das letzte Mal, dass sie ausgelassen haben, war während der Stimulus-Checks in der Pandemie; diesmal ist das Festessen eine neue Kreation von Donald Trump – die „Zolldividende“. Dieser 79-jährige „Weihnachtsmann“, der sich bereits mehr als einen Monat vor dem offiziellen Start in den Dienst gestellt hat, kündigte am 9. November auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social an, jedem Amerikaner mit niedrigem und mittlerem Einkommen 2000 USD in bar zu verteilen. Das „Zauber“mittel, um dieses Geld zu schaffen, ist nicht die traditionelle Druckerpresse, sondern die von ihm favorisierten Importzölle.

Das Publikum reagierte begeistert und ohne Zögern. Innerhalb weniger Minuten nach Bekanntgabe stiegen Bitcoin um 1,75 %, Ethereum um 3,32 %. Privacy-Coins wie Zcash und Monero, die sensibler auf „anonymes Geldausgeben“ reagieren, verzeichneten zweistellige Kursgewinne. Das Handelsvolumen an den Krypto-Börsen schoss in die Höhe, und auf Social Media herrschte unaufhörlich die Stimmung eines „neuen Bullenmarkts“.

Offensichtlich ist für diese aufgeregten „Kinder“ der Weihnachtsmann bereits mit dem Schlitten unterwegs.

Das vorzeitige Geschenk: Die Quelle der Dividende

Trumps Faszination für Zölle lässt sich bis zu seinem Wahlversprechen 2016 zurückverfolgen – „America First“.

Er ist fest davon überzeugt, dass hohe Zölle die US-Industrie schützen und ausländische Gläubiger für die US-Schulden bezahlen lassen. Nach Amtsantritt startete er rasch Handelskriege mit China, der EU und anderen Wirtschaftspartnern, erhob hohe Zölle auf Stahl, Aluminium und Konsumgüter.

Diese Logik ist einfach, aber gefährlich: Zölle werden als „Schutzgebühr“ beschrieben, die ausländische Länder zahlen, anstatt versteckte Steuern, die amerikanische Verbraucher tragen.

Bis zum Haushaltsjahr 2025 sollen die Zollerträge der USA 195 Milliarden USD erreichen. Trump behauptete mehrfach, diese Einnahmen könnten zur Tilgung der 37 Billionen USD Staatsschulden verwendet werden. Wirtschaftswissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass Unternehmen die Kosten nur an die Verbraucher weitergeben, was zu Inflation und Kaufkraftverlust führt.

Doch für Trumps Anhänger ist das ein Sieg – Zölle lassen „Ausländer zahlen, Amerika wird reicher“. Diese Erzählung legt den Grundstein für seine politische „Zolldividende“.

Wie entsteht die Dividende?

Das Konzept der „Zolldividende“ ist nicht aus dem Nichts entstanden. In einem Fernsehinterview im letzten Monat deutete Trump an, einen Teil der Zollerträge an die Amerikaner zurückzugeben – zwischen 1000 und 2000 USD pro Person. Er behauptete, diese Politik könne jährlich mehr als 1 Billion USD einbringen, genug, um eine universelle Dividende zu finanzieren.

Am 9. November kündigte er auf Truth Social offiziell an: „Wir erheben Billionen von Dollar und beginnen bald, unsere enorme Schuldenlast zu tilgen. Jeder (außer den Hochverdienenden!) wird mindestens 2000 USD Dividende erhalten.“

Der Finanzminister Scott Bessent deutete später an, dass die Dividende in Form von Steuersenkungen ausgezahlt werden könnte. Trump lieferte jedoch keine konkreten Details.

Kurz gesagt, dieses glänzende Geschenk ist nach dem Öffnen leer. Kein Zeitplan, keine Anspruchskriterien, kein Parlamentssiegel.

Laut Berechnungen des Investmentanalysten Kobeissi Letter, basierend auf den Verteilungsmodellen der Stimulus-Checks während der Pandemie, erfüllen derzeit etwa 220 Millionen US-amerikanische Erwachsene die Voraussetzungen für den Erhalt dieser Stimulus-Zahlung. Formal klingt das nach einer „finanziellen Innovation“; in Wirklichkeit ist es eine Wiederholung eines politischen Drehbuchs. Erst Rufen, dann Märkte stimulieren.

Formell klingt es nach einer „finanziellen Innovation“; in Wirklichkeit ist es eine Wiederholung eines politischen Drehbuchs. Erst Rufen, dann Märkte stimulieren.

Der Markt hat ein Muskelgedächtnis. Er erinnert sich deutlich daran, wie die Stimulus-Checks 2020 die Bitcoin-Preise von 4000 USD auf 69.000 USD katapultierten und damit die wildeste Hausse in der Krypto-Geschichte auslösten. Die Märkte hoffen natürlich auf eine „Wiederholung der Geschichte“ und starten die verrückteste Party der Krypto-Geschichte. Jetzt erklingt die bekannte Melodie erneut, und die Märkte erwarten automatisch eine „Wiederholung der Geschichte“.

Doch dieses Mal hat der Zauberer einen Fehler gemacht: Die Party damals wurde von der US-Notenbank durch das willkürliche Drucken von Geld ausgelöst; heute ist die „Dividende“ nur eine Umverteilung des Getränks, das einige Gäste trinken, an andere. Es ist kein neues Fest, sondern nur eine Neupräsentation der Steuer. Sowohl die Größenordnung als auch die Nachhaltigkeit sind fraglich.

Nach der letzten Stimulus-Phase stieg die US-Inflation auf fast 10 %.

2. Das Vorschuss-Feiern und die unbezahlte Rechnung: Emotionen, Fest, Illusion

Kurzfristige Marktparty: Emotionen vor, Cash noch nicht

Die Reaktion der Krypto-Märkte auf die Geschichte ist immer schnell.

Innerhalb von 24 Stunden nach der Bekanntgabe stiegen Bitcoin, Ethereum, Solana und andere führende Kryptowährungen.

„Aktien und Bitcoin reagieren nur auf Stimuli – sie steigen.“ schrieb der Investor Anthony Pompliano auf X nach der Bekanntgabe.

Bitcoin-Befürworter Simon Dixon warnte: „Wenn du die 2000 USD nicht in Vermögenswerte investierst, werden sie entweder durch Inflation aufgefressen oder zur Schuldenrückzahlung verwendet, und fließen letztlich wieder in die Banken.“

Dieses Statement bringt die Kernpsychologie des Marktes auf den Punkt: Ob die Stimuli tatsächlich umgesetzt werden oder nicht, die Liquiditäts-Erwartung ist der Treibstoff für die Preissteigerung.

Doch dieser Anstieg ist eher eine psychologische Illusion.

  1. Erstens ist das Programm noch nicht gesetzlich genehmigt. Falls der Oberste Gerichtshof entscheidet, dass die Zölle illegal sind, könnte das Dividenden-Programm scheitern.

  2. Zweitens bedeutet die Umsetzung, dass die Staatseinnahmen direkt verteilt werden, anstatt Schulden zu tilgen. Trumps Versprechen, „mit dem Geld aus dem Ausland die US-Schulden zu bezahlen“, wird wahrscheinlich wieder scheitern.

  3. Noch wichtiger ist, dass die groß angelegte Bargeldausgabe den Inflationsdruck erhöht und die Federal Reserve zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen wird. Dann wird die Liquidität reduziert, und risikoreiche Anlagen werden am stärksten getroffen.

Branchenanalysten warnen, dass zwar ein Teil der Dividenden in den Markt fließt und die Asset-Preise steigen lässt, langfristig aber die Folgen eine Inflation der Fiat-Währung und einen Kaufkraftverlust sein werden.

Prognose des Marktes: Kalshi vs. Polymarket

Hinter der Euphorie tobt ein juristischer Machtkampf. Der Oberste Gerichtshof der USA prüft derzeit die Rechtmäßigkeit der Zölle. Bis zum 10. November, vor Redaktionsschluss, zeigt die Daten von Polymarket, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Oberste Gerichtshof die Zölle genehmigt, nur bei 23 % liegt; auf der Plattform Kalshi ist diese Zahl noch niedriger, nur 22 %. Das bedeutet, die Mehrheit der Marktteilnehmer glaubt, dass das Programm letztlich vom Gericht abgelehnt wird.

Quelle: Polymarket

Doch Trump ist offensichtlich der bessere „Drehbuchautor“. Er fragte direkt auf Truth Social:

„Der US-Präsident ist vom Kongress ermächtigt, alle Außenhandelsbeziehungen zu beenden – das ist noch strenger als Zölle – aber darf keine Steuern erheben, um die nationale Sicherheit zu schützen? Was für eine Logik ist das?“

Mit nur einem Satz macht er aus einer langweiligen Streitfrage eine große politische Show um „Souveränität“.

Diese dramatische Strategie ist für einen „großen Mann“, der in dem Weihnachtsklassiker „Kevin – Allein zu Haus 2“ eine Nebenrolle spielte und darin zeigte, wie man den kleinen Hauptcharakter zum Großraumleitstand führt, geradezu die zweite Natur.

3. Hinter den Weihnachtsbonbons: Ein Karies namens „Inflation“

Kurz gesagt, hinter der kurzfristigen Euphorie steckt ein vertrautes Drehbuch. Der Regisseur hat sich nicht verändert, nur die Akteure werden ausgetauscht.

„Zolldividende“ ist kunstvoll als Weihnachtsgeschenk verpackt, doch sie ist eher wie ein schmelzendes Weihnachtsbonbon – nach der süßen (kurzfristigen) Stimulation bleibt die „Karies“ namens „Inflation“ als schwer heilbare Wunde.

  1. Die 195 Milliarden USD Zollerträge sind im Vergleich zu den 37 Billionen USD Staatsschulden wie eine Münze, die einen Swimmingpool füllt. Diese Münze direkt zu verteilen, ist, als würde man mit zukünftigen Geldern gegenwärtigen Applaus kaufen.

  2. Das kurzfristige politische Hoch wird langfristig zu einer Haushaltsgefahr. Ökonomen warnen, dass diese Politik eine „doppelte Inflation“ verursachen könnte: Zölle erhöhen die Kosten, Dividenden stimulieren die Nachfrage – wie das gleichzeitige Treten auf Gas und Bremse bei einem bereits überhitzten Auto, was letztlich zu Motorschäden und Unfällen führt.

  3. Auch geopolitisch ist nicht zu unterschätzen: Dieses laute Familienfest könnte Nachbarn (andere Länder) auf den Plan rufen, die mit Protesten oder Vergeltungsmaßnahmen reagieren. Wenn die Handelskriegs-Schneeballschlacht wieder beginnt, wird das globale Lieferketten-Ökosystem knarren, insbesondere für die kryptobasierte Bergbauindustrie, die auf globale Chips angewiesen ist – eine wahre Schneesturm-Alarm.

Kurz gesagt, hinter der kurzfristigen Euphorie steckt ein vertrautes Drehbuch. Der Weihnachtsmann legt eine Rechnung mit den Worten „Inflation“, „Defizit“ und „Handelskrieg“ in den Weihnachtsstrumpf.

4. Der letzte, der den Tisch verlässt

In diesem großen politischen Theaterstück hat der Weihnachtsmann Trump nicht nur für die gewöhnlichen Bürger, sondern auch für die Krypto-Welt ein besonderes Geschenk vorbereitet. Als er ankündigte, aus der roten Tasche namens „Zölle“ 2000 USD für jeden Amerikaner zu holen, schien die gesamte Krypto-Community bereits die Glocken der Heiligen Nacht zu hören.

Jetzt scheint der Schlitten der Geschichte auf alten Spuren zu kommen. Die Kinder im Markt (Retail-Investoren) blicken gespannt in den Schornstein und glauben fest daran, dass einige Geschenke direkt in ihre Krypto-Wallets fallen werden, um eine weitere „Altcoin-Saison“ einzuläuten.

Doch jedes Kind, das an den Weihnachtsmann glaubt, muss letztlich eine Frage stellen: Was kostet das Geschenk?

Dieses Mal ist der Weihnachtsmann kein Zauberer, der im Nordpol aus dem Hut zaubert. Er hat nur großzügig die Kreditkarte des Landes durchgebrannt. Dieses Fest im Wert von über 400 Milliarden USD wird in Form von „Inflation“ abgerechnet. Wenn die festliche Hitze den Raum (die Wirtschaft) überhitzt, müssen die Erwachsenen (die Federal Reserve) vielleicht die Fenster öffnen und kalte Luft hereinlassen (Zinserhöhungen), um das Fest rechtzeitig zu beenden.

Was also vor jedem Krypto-Investor liegt, ist eine schön verpackte Geschenkbox. Kurzfristig strahlt sie im Glanz der Wiederholung der Geschichte; langfristig könnte auf der Rückseite eine kleine Schrift stehen: „Rechnung für Inflation“.

Ist es also ein echtes Geschenk, das den ganzen Winter warm hält, oder nur eine schmelzende Weihnachtsbonbon, die Karies verursacht? Für die Gläubigen der Krypto-Welt entscheidet die Wahl, an welche Geschichte sie glauben, ob sie in diesem Fest unbeschadet davonkommen.

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