Ripple Labs und die US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) haben, in einem potenziellen Durchbruch für die Kryptoindustrie, gemeinsam einen Vorschlag unterbreitet, um die laufenden Berufungsanträge auszusetzen, was signalisiert, dass eine Einigung bald den jahrelangen rechtlichen Streit beenden könnte.
Der am Donnerstag beim US-Bezirksgericht eingereichte Antrag fordert die Aussetzung des Berufungsverfahrens, während beide Parteien die Bedingungen eines möglichen Vergleichs abschließen. Dies könnte einen Schritt darstellen, der das Ende eines der am genauesten verfolgten Rechtsstreitigkeiten in der Krypto-Geschichte markieren könnte.
Die SEC hatte erstmals im Dezember 2020 Klage gegen Ripple erhoben und behauptet, dass das Zahlungsunternehmen durch den Verkauf von XRP-Token ein nicht registriertes Angebot von Wertpapieren durchgeführt habe.
Ripple bestreitet seit langem die Behauptung, dass XRP ein Wertpapier sei und somit außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der SEC falle.
Die Klage ist zu einem wichtigen Test für die Krypto-Regulierung in den USA geworden und hat zu weitreichenden Diskussionen darüber geführt, wie digitale Vermögenswerte klassifiziert werden sollten.
Laut Gerichtsdokumenten und einer Mitteilung des Anwalts James Filan haben Ripple und die SEC eine “grundsätzliche Einigung” erzielt, um alle ausstehenden Angelegenheiten zu klären. Dies umfasst nicht nur die Berufung der SEC gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts, sondern auch die Gegenberufung von Ripple sowie separate Ansprüche gegen die Ripple-Manager Brad Garlinghouse und Chris Larsen.
Der gemeinsame Antrag fordert im Wesentlichen die Aussetzung des Berufungsverfahrens durch das Gericht, um den Parteien Zeit zu geben, die endgültigen Einzelheiten der Vereinbarung zu verhandeln, und damit die anderen Verfahren auszusetzen.
Um eine Einigung zu erzielen, benötigt die SEC die offizielle Genehmigung der Kommissionsmitglieder.