Farcaster setzt auf eine „Wallet-First“-Strategie und fokussiert sich auf Handelsfunktionen, um die Wachstumskurve neu zu beleben.

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Farcaster vollzieht derzeit eine bedeutende strategische Neuausrichtung und gibt seinen lang verfolgten „Social-First“-Ansatz auf. Stattdessen werden die In-App-Wallet und Handelsfunktionen als Hauptwachstumstreiber in den Mittelpunkt gestellt. Mitbegründer Dan Romero betonte in einer aktuellen Stellungnahme, dass das Team in den vergangenen viereinhalb Jahren versucht habe, Wachstum durch soziale Interaktion und ein Ökosystem von Drittanbieter-Clients zu erzielen, jedoch nie ein nachhaltiges Expansionsmodell wie bei Twitter (jetzt X) gefunden habe. Zwischen Produkt und Markt bestehe eine deutliche Diskrepanz.

Romero erklärte, dass die Anfang dieses Jahres eingeführte Wallet-Funktion die bislang stärkste Quelle für Nutzerwachstum bei Farcaster sei und das Produkt mit der höchsten Steigerung der Nutzerbindung darstelle. Er hob hervor, dass das Wallet-Tool für Transaktionen die klarste und stabilste Produkt-Markt-Passung der letzten fünf Jahre aufweise und deshalb zum Kern der weiteren Entwicklung werde. „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, eine wirklich herausragende Wallet zu bauen. Jeder neue Wallet-Nutzer ist ein neuer Nutzer des Protokolls.“

Diese „Wallet-First“-Strategie bedeutet, dass Farcaster von „zuerst Social, dann Tools“ zu einem Wachstumspfad „erst Tools erleben, dann dem Netzwerk beitreten“ wechselt. Durch die Bereitstellung einer hochfunktionalen On-Chain-Wallet und eines nahtlosen Handelserlebnisses will die Plattform eine größere Gruppe von Web3-Nutzern anziehen und sie anschließend zu den Social-Funktionen des Protokolls führen. Diese Logik gilt als besser an das aktuelle Nutzerverhalten im Kryptobereich angepasst als klassische soziale Netzwerke.

Trotz externer Stimmen, die befürchten, Farcaster entwickle sich zu einer als soziales Netzwerk getarnten Trading-App, stellte Romero klar, dass das Protokoll weiterhin essenzielle Komponenten wie Posten, Folgen, Interagieren, Identität und Wallet umfasst. Drittanbieter-Clients könnten weiterhin frei entscheiden, welche Funktionen sie in den Vordergrund stellen. Er nannte als Beispiele bestehende Apps im Ökosystem wie Uno, Recaster, Zapper und Firefly, die jeweils unterschiedliche Interaktionsmodelle hervorheben.

Mit dem Fokus auf Wallet und On-Chain-Trading will Farcaster die Wachstumskurve der Plattform neu gestalten und zugleich ein Produkt schaffen, das stärker auf den originären Mehrwert von Krypto ausgerichtet ist. Diese Transformation gilt auch als bedeutendes Beispiel dafür, wie dezentrale Social-Protokolle im Web3-Zeitalter nach einem validierbaren Wachstumsmodell suchen. (CoinDesk)

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