68 leere Tanker rasen in die USA! Ölkrise im Nahen Osten treibt den größten Rohölexport pro Monat hervor

MarketWhisper

中東石油危機

Laut einem Bericht der Financial Times werden die US-Rohölexporte voraussichtlich im April einen neuen Höchststand erreichen, da asiatische Kunden verstärkt nach Ersatz für die im Zuge des Iran-Kriegs unterbrochene Ölversorgung aus dem Nahen Osten suchen. Das Öl-Forschungsunternehmen Kpler schätzt, dass sich das Exportvolumen der USA in diesem Monat von 3 Millionen 900 Tausend Barrel pro Tag im März auf 5 Millionen 200 Tausend Barrel pro Tag erhöhen wird; dabei wird die aus Asien stammende Nachfrage um 82% auf 2 Millionen 500 Tausend Barrel pro Tag wachsen. Derzeit sind bereits 68 Leertanker unterwegs in Richtung der USA.

Leertanker-Schub fast verdreifacht: Strukturelle Treiber für US-Exportrekorde

Die Anzahl der Leertanker ist von 24 Schiffen vor dem Krieg auf 68 gestiegen – ein direktes Zeichen dafür, dass der Ausfall der Ölversorgung aus dem Nahen Osten in den asiatischen Märkten kurzfristig durch Ersatz beschafft wird. Die Blockade der Straße von Hormus hat die Ausfuhrwege wichtiger Golf-Ölproduzenten wie Irak, Saudi-Arabien, Kuwait und Katar abgeschnitten, wodurch asiatische Käufer gezwungen sind, sich für Nachschub an den weiter entfernten, längeren US-Markt zu wenden.

Kplers Daten zeigen: Sollte das durchschnittliche Exportvolumen der USA im April (5 Millionen 200 Tausend Barrel) bestätigt werden, wird es weit über jeden bisherigen Monatsrekord hinausgehen. Gleichzeitig liegt die Wachstumsrate der Nachfrage asiatischer Kunden von 82% deutlich über der Kaufintensität anderer Regionen. Dieser Schub etabliert die USA als neue Rolle als globaler „Swing Supplier“ – wenn das Angebot im Nahen Osten in Unordnung gerät, ist die USA der einzige große Exporteur, der die Lücke weltweit schnell füllen kann.

Ölrückschlag und Hormus-Blockade: Die Verletzlichkeit eines Waffenstillstands verschärft die Marktnotlage

Am Donnerstag stieg Brent-Rohöl um 3,31% auf 97,89 USD je Barrel, während WTI-Rohöl um 4,2% auf 98,38 USD je Barrel zulegte. Damit wurde ein starker Abverkauf des Vortags rückgängig gemacht, der durch optimistische Erwartungen hinsichtlich eines Waffenstillstands ausgelöst worden war – am Mittwoch hatte WTI zeitweise den stärksten Tagesverlust seit April 2020 verzeichnet.

Schlüsselrisikofaktoren, die den Ölrückschlag stützen

Die Straße von Hormus ist weiterhin teilweise blockiert: Der Iran schränkt erneut die Ein- und Ausfahrt von Schiffen ein und erteilt nur für einen Teil der Schiffe Fahrhinweise. Reedereien sind in der Warteschleife und wollen den vollständigen Durchgang nicht wieder freigeben, bevor die Waffenstillstandsbedingungen klar sind.

Angriffe auf Energie-Infrastruktur halten an: Berichte weisen darauf hin, dass Anlagen angegriffen wurden – darunter auch eine wichtige Ölpipeline, die an der Straße von Hormus vorbeiführt, in Saudi-Arabien.

Anzeichen für eine Ausweitung regionaler Konflikte: Angriffe Israels auf Ziele der Hisbollah im Libanon, erneute Beschüsse bzw. Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate – all das verschärft die Spannungen in der Region weiter.

Weiterer Truppenaufbau der US-Streitkräfte: Trump erklärte, die US-Militärmacht werde im Iran „und in den umliegenden Regionen“ weiter präsent bleiben. Das zeigt, dass sich die angespannten Lage in der Region kurzfristig nicht vollständig entspannen dürfte.

Schwelende US-Inflationssorgen: Der Preis der Rolle des Swing Supplier

Der Exportboom bringt zwar eine Aufwertung der strategischen Position, löst aber zugleich mögliche Auswirkungen auf den US-Heimatmarkt aus. Der massive Wettbewerbs-Einkauf asiatischer Kunden könnte die inländischen Ölpreise in den USA nach oben treiben und damit die Befürchtung vertiefen, dass der Iran-Krieg eine neue Inflationsrunde auslöst.

Die Trump-Regierung hat derzeit signalisiert, dass sie nicht plant, Öl-Exporte zu verbieten. Analysten zufolge würde ein Exportverbot dazu führen, dass US-Öl nicht verkauft werden kann, Raffinerien müssten ihre Produktion reduzieren – und das würde den heimischen Markt eher schädigen. Allerdings warnen einige Analysten: Wenn sich das durch den Krieg ausgelöste Chaos im Nahen Osten fortsetzt und die Kraftstoffkosten weiter nach oben drückt, während die Mitte-November stattfindenden Wahlen näher rücken, könnte das Weiße Haus seine Haltung erneut überdenken.

Starke Schwankungen beim Ölpreis haben bereits globale Aktienmärkte erreicht: Indiens Leitindex Sensex und Nifty fielen um etwa 0,7%, während die Kursverluste in wichtigen asiatischen Märkten wie dem japanischen Nikkei-Index, dem südkoreanischen KOSPI-Index und dem Hongkonger Hang-Seng-Index bis zu 1% betrugen.

Häufige Fragen

Warum wählen asiatische Kunden nach einer Unterbrechung der Ölversorgung im Nahen Osten den Einkauf in den USA?

Der Kern der Unterbrechung der Ölversorgung im Nahen Osten ist die Blockade der Straße von Hormus, die die Ausfuhrwege wichtiger Ölexporteure wie Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und Katar abschneidet. Die USA sind derzeit die einzige Ersatzquelle, die über die Fähigkeit verfügt, die Exporte schnell und in großem Umfang hochzufahren; zudem sind die Export-Infrastrukturen für Schieferöl gut ausgebaut, sodass kurzfristig die Liefermenge nach Asien deutlich erhöht werden kann.

Warum könnten die US-Rohölexporte im April einen historischen Höchststand erreichen?

Laut Schätzungen von Kpler könnte das durchschnittliche Exportvolumen der USA im April 5 Millionen 200 Tausend Barrel pro Tag erreichen – fast ein Drittel mehr als die 3 Millionen 900 Tausend Barrel im März. Der wichtigste Treiber ist die um 82% stark anziehende Nachfrage asiatischer Kunden. Bereits 68 Leertanker steuern auf die USA zu; das sind nahezu dreimal so viele wie in der Woche vor dem Krieg mit 24 Schiffen, was eine starke Kaufbereitschaft auf der Nachfrageseite zeigt.

Welche Auswirkungen hat der starke Anstieg der US-Ölexporte auf die Ölpreise im Inland?

Große Exportmengen könnten kurzfristig die Ölpreise im US-Heimatmarkt nach oben treiben. Der Grund: Wenn dasselbe Rohöl exportiert wird, sinkt das inländische Angebot relativ, wodurch die Beschaffungskosten der Raffinerien steigen und sich schließlich bis zum Konsumentenmarkt durchschlagen. Das ist einer der Hintergründe, warum einige Analysten befürchten, dass der Iran-Krieg den Inflationsdruck in den USA weiter verstärken könnte.

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