Glassnode Bericht stellt fest, dass zwar der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran den Bitcoin (BTC) über 70.000 US-Dollar zurückgebracht hat, jedoch ein Vergleich des Spotpreises mit wichtigen On-Chain-Preismodellen zeigt, dass sich die Marktstruktur weiterhin strukturell in einer Bärenmarkt-Spanne befindet. Allerdings geht der Markt mit der schrittweisen Rückkehr der ETF-Mittel sowie der Entspannung des Derivate-Hebels in Richtung einer ausgewogeneren Struktur über; kurzfristig könnten die Abwärtsbewegungen daher begrenzter ausfallen, während die Widerstandsbereiche nach oben hin zunehmend an Stärke gewinnen.
Bitcoin prallt auf 72.000 US-Dollar zurück, 78.000 werden der kurzfristige Druckpunkt sein
Aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen erlebten die Energiemärkte, der Aktienmarkt und der Bitcoin-Markt seit mehreren Wochen ein hohes Maß an Unsicherheit. Doch nachdem die USA und der Iran eine Waffenstillstandsvereinbarung getroffen haben, fegte eine optimistische Stimmung über die globalen Finanzmärkte hinweg: Der Ölpreis (WTI) fiel, und Bitcoin (BTC) stieg zeitweise um 5% auf 72.841 US-Dollar, den höchsten Stand seit drei Wochen.
Der Glassnode-Bericht vergleicht den Spotpreis mit wichtigen On-Chain-Preismodellen und kommt zu dem Ergebnis, dass der Markt strukturell weiterhin in einer Bärenmarkt-Spanne verharrt. Der echte Markt-Durchschnitt liegt derzeit bei 78.000 US-Dollar; wenn der Bitcoin-Preis in diesen Bereich zurückprallt, könnten dort potenziell starker Verkaufsdruck von aktuellen Käufern auftreten.
Bitcoin-ETF-Mittel fließen schrittweise wieder ins Plus, die Nachfrage kehrt noch nicht vollständig zurück
Die US-Spot-ETF-Geldströme beginnen sich zu verbessern: Der 14-Tage-Durchschnitt ist nach einer langen Phase von Mittelabflüssen in einen moderaten Nettozufluss übergegangen. Obwohl die Veränderung noch relativ klein ist, ist die Bedeutung der Richtung erheblich.
Wenn die Zuflüsse weiter zunehmen, würde das dem Markt stärkeren Rückhalt bieten. Aktuell sieht es jedoch eher nach Stabilisierung in der frühen Phase des Marktes aus, nicht nach einer vollständigen Rückkehr der institutionellen Nachfrage.
Derivate-Handelsaktivität bleibt gedämpft: Prüfen, ob der Marktimpuls wieder anläuft
Die Fokustermine im Futures-Handel sind deutlich gesunken, was eine spürbar geringere Beteiligung im Derivatemarkt widerspiegelt.
Die Verlangsamung und der starke Rückgang bei den Open-Interest-Kontrakten traten gleichzeitig auf, was weiter bestätigt, dass der Hebel nicht nur abgebaut wird, sondern dass Händler sich zurückziehen und nicht sofort wieder einsteigen. Die jüngsten Rückprall-Volumina waren eher flach, was zeigt, dass das Vertrauen hinter dieser Erholung begrenzt ist. Gleichzeitig deutet der Rückgang der impliziten Volatilität bei Optionen darauf hin, dass das Vertrauen am Markt nicht ausreichend ist.
Die weitere Beobachtung eines Wiederanstiegs des Futures-Volumens sowie einer Erwärmung im Optionsmarkt wird ein früher Hinweis darauf sein, dass sich der Marktimpuls möglicherweise wieder aufbaut.
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