Zum ersten Mal veröffentlichen Krypto-Posts zur Verifizierung! X führt neue Regeln gegen Betrug ein, um zu verhindern, dass Hacker Konten stehlen und Spam-Münzen bewerben

X führt ein verpflichtendes Verifizierungsverfahren für Krypto-Inhalte ein; Konten werden bei erster Nennung gesperrt. Auf diese Weise spiegelt sich die ernste Lage wider, wonach sich die Betrugsbeträge aus dem Jahr 14Böglicherweise 17,0 Milliarden US-Dollar nähern.

Verifizierungsmechanismus verpflichtend online, beim ersten Post wird das Konto gesperrt

Die Social-Media-Plattform X hat kürzlich eine neue Runde von Anti-Betrugsmaßnahmen eingeführt. Bei Konten, die bei ihrer ersten Veröffentlichung Inhalte mit Bezug zu Kryptowährungen posten, wird unmittelbar ein Kontosperrmechanismus ausgelöst. Nutzer müssen ihre Identität verifizieren, bevor sie weiter posten dürfen.

Dieser Mechanismus richtet sich vor allem auf Szenarien, in denen ein Konto gehackt wird und danach zur Bewerbung von Betrugsinvestitionen missbraucht. X-Produktverantwortliche Nikita Bier erklärte, dass das System erkennt, ob es sich bei dem Konto um eine „erste Nennung von Kryptowährungen“ handelt. Sobald die Auslösebedingungen erfüllt sind, wird die Befugnis zum Posten des Kontos vorübergehend ausgesetzt. Das Vorgehen gilt als geeignet, die Erfolgsquote von Hackern deutlich zu senken, die in kurzer Zeit mithilfe von hochvertrauten Konten Betrugsinformationen verbreiten.

Bildquelle: X/@nikitabier X-Produktverantwortliche Nikita Bier sagte, das System erkenne, ob es sich bei dem Konto um eine „erste Nennung von Kryptowährungen“ handelt; sobald die Auslösebedingungen erfüllt sind, wird die Befugnis zum Posten des Kontos vorübergehend ausgesetzt

Die Plattform weist darauf hin, dass Angreifer in der Vergangenheit häufig Kontonamen und Passwörter über Phishing-Seiten stahlen, das Konto übernahmen und dann unmittelbar Anlagebetrugsinhalte veröffentlichten. Das neue System versucht, diese „Goldene Zeit“ zu nutzen, um die Handlungsbefugnis direkt abzuschneiden und so eine Ausbreitung des Betrugs zu verhindern.

Das Ausmaß von Krypto-Betrug explodiert, im Jahr möglicherweise 17,0 Milliarden US-Dollar

Laut den Statistiken von Chainalysis hat das Volumen der Krypto-Betrügereien im Jahr 2025 bereits etwa 14,0 Milliarden US-Dollar erreicht (etwa 8B NT-Dollar) und könnte nach vollständiger Auswertung auf 17,0 Milliarden US-Dollar nach oben korrigiert werden. Dies zeigt, dass sich die Betrugsbranche weiterhin schnell ausweitet.

Zugleich zeigen Daten der Federal Trade Commission, dass in den ersten drei Quartalen 2025 bereits 113.842 Fälle von Anlagebetrug vorlagen. Der kumulierte Schaden beläuft sich auf rund 6,1 Milliarden US-Dollar, etwa 8B NT-Dollar, und liegt damit nahezu auf dem Niveau des gesamten Jahres 2024.

Eine weitere Analyse deutet darauf hin, dass Kryptowährungen zu einem der wichtigsten Werkzeuge für Betrugsgeldflüsse geworden sind – nur hinter Banküberweisungen. Da sich Blockchain-Transaktionen kaum rückgängig machen lassen, kann der Großteil der Opfer das Geld, sobald es abgebucht wurde, praktisch nicht zurückholen. Dadurch steigt die Erfolgsquote des Betrugs deutlich.

Social-Media-Plattformen werden zur Einstiegstür für Betrug, Vertrauensmechanismen werden missbraucht

Daten zeigen, dass etwa 38% der Fälle von Anlagebetrug ihren Ursprung in Social-Media-Plattformen haben und damit die größte Quelle darstellen. Im Vergleich zu 2020, als der Anteil nur 29% betrug, wird ersichtlich, dass betrügerische Aktivitäten rasch dazu übergehen, Vertrauen durch Social-Media-Vertrauensmechanismen zu nutzen.

Hacker zielen typischerweise auf Konten mit einer Fanbasis ab. Sobald der Einbruch gelingt, veröffentlichen sie Anlagechancen oder Airdrop-Aktionen in einer vertrauten Identität und nutzen das Vertrauen der Follower für den Betrug. Diese Art von Angriff führt dazu, dass auch der Betrag pro einzelner Betrugsaktion deutlich steigt: Der durchschnittliche Transaktionsbetrag stieg von 782 US-Dollar im Jahr 2024 auf 2.764 US-Dollar im Jahr 2025.

Darüber hinaus nimmt die Zahl von Betrugsfällen, die gefälschte Prominente oder offizielle Konten imitieren, ebenfalls explosiv zu. Der jährliche Anstieg liegt bei bis zu 1.400% und zählt damit inzwischen zu den derzeit wichtigsten Methoden im Krypto-Betrug.

Plattform- und E-Mail-Lücken verflechten sich, die Betrugsprävention steht vor Herausforderungen

X erklärt, dass der Kontosperrmechanismus nur eine vorübergehende Abwehrmaßnahme sei, weil die Betrugsursprünge häufig aus externen Systemen stammen, etwa aus E-Mail-Phishing-Angriffen. Einige Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Schwächen von E-Mail-Diensten beim Filtern von Spam dazu führen, dass Phishing-Links leichter bis zum Nutzer durchdringen und so eine vollständige Angriffskette bilden.

Mit der Anpassung bestimmter Funktionen von E-Mail-Diensten kann die Schutzleistung gegen Spam möglicherweise sinken, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Nutzer Betrugsrisiken stärker ausgesetzt sind.

Insgesamt zeigt diese Runde von Richtlinien, dass Social-Media-Plattformen von „Content-Governance“ hin zu „Verhaltensbeschränkungen“ wechseln. Man versucht, Betrug mit durchsetzungsstärkeren Mitteln zu unterbinden. Doch in einer Umgebung mit hochfließenden Krypto-Assets und Anonymität verfügt die Betrugsbranche weiterhin über eine hohe Anpassungsfähigkeit. Der Abnutzungskrieg zwischen Plattformen und Aufsichtsbehörden dürfte kurzfristig schwerlich zu einem Ende kommen.

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