Coin- Nachrichten zufolge hat CoinDesk berichtet, dass der ehemalige Leiter für Quanten-Hardware bei Google und Träger des Nobelpreises für Physik 2025, John M. Martinis, warnt, Bitcoin könnte zu den ersten realen Zielen von Angriffen durch Quantencomputing werden. Martinis stellt fest, dass das Knacken der Kryptografie ein früh leichter umsetzbarer Anwendungsbereich für Quantencomputer ist. Basierend auf den neuesten Forschungen von Google durchläuft das öffentliche Schlüssel (Public Key) von Bitcoin bei einer Transaktion, die zwar im gesamten Netzwerk ausgestrahlt wird, aber noch nicht durch die On-Chain-Bestätigung abgeschlossen ist, eine vorübergehende Offenlegungs-Phase. Quanten-geräte mit ausreichender Rechenleistung könnten dieses Zeitfenster theoretisch nutzen, um in wenigen Minuten den privaten Schlüssel direkt aus dem öffentlichen Schlüssel rückzuerrechnen und die zugrunde liegenden Mittel zu übertragen. Obwohl es noch 5 bis 10 Jahre dauern dürfte, bis Hürden wie die Skalierung von Quanten- Geräten und Fehlerkorrektur durchbrochen werden, betont Martinis, dass im Vergleich zu traditionellen Finanzsystemen die dezentrale Architektur von Bitcoin dazu führt, dass die Aktualisierung des zugrunde liegenden Protokolls langsamer und zugleich äußerst umstritten verläuft. Die Kernentwickler und die Krypto-Community müssen daher die Übergangslösungen für Post-Quantum-Kryptografie sofort auf die Agenda setzen und diese systemische Unterbau-Risiko frühzeitig adressieren.