BlockBeats-Nachrichten, 7. April: Der CEO von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, sagte in seinem neuesten Schreiben an die Aktionäre, dass tokenisierte Vermögenswerte auf Basis von Blockchain, Stablecoins und Smart Contracts zu direkten Konkurrenten traditioneller Banken werden und die grundlegenden Geschäftsmodelle in Bereichen wie Zahlungen, Handel und Vermögensverwaltung möglicherweise grundlegend verändern könnten.
Er wies darauf hin, dass „eine ganze Reihe neuer Wettbewerber“ im Entstehen ist, darunter Finanztechnologieunternehmen und kryptooriginäre Einrichtungen. Diese Systeme stellen durch nahezu Echtzeit-Abwicklung und die Fähigkeit zur direkten Übertragung von Vermögenswerten eine potenzielle Belastung für die Bankgebühreneinnahmen sowie das Einlagensystem dar.
In Reaktion darauf beschleunigt JPMorgan Chase seine eigene Ausrichtung, unter anderem durch die Weiterentwicklung seiner Blockchain-Geschäftseinheit Kinexys (früher Onyx) und seines Stablecoin-Projekts JPM Coin, um sich gegen den Wettbewerb um die nächste Generation von Finanzinfrastrukturen zu wappnen.
Dimon betonte, dass Tokenisierung zu einem strukturellen Branchentrend geworden sei, nicht zu einer nur zyklischen Veränderung. Gleichzeitig warnte er jedoch auch, dass geopolitische Konflikte, hohe Vermögenspreise und das globale Schuldenniveau dazu führen könnten, dass Inflation zäher wird, und dass die Zinsen über den Erwartungen des Marktes liegen könnten.