Riot Platforms Q1 2026 Betriebsbericht: Rechenleistung im Jahresvergleich +26%, aber der Bitcoin-Bestand schrumpfte um 18% auf 15.680 Coins

Die Bitcoin-Mining-Firma Riot Platforms (Börsenkürzel: RIOT, Nasdaq) veröffentlichte am 2. April 2026 die ungeprüften Produktions- und Betriebsdaten für das erste Quartal 2026. Der Bericht zeigt, dass die Rechenleistung weiter ausgebaut wird, während das Unternehmen in großem Umfang Bitcoins verkauft und der Bestand deutlich zurückgeht.

Q1-Kerndaten im Vergleich

In großem Umfang 3.778 Bitcoins verkauft, Nettoerlös von knapp 290 Millionen US-Dollar

Die auffälligste Zahl in Q1 ist der Rückgang des Bitcoin-Bestands von 19.223 Bitcoins im Vorjahresquartal auf 15.680 Bitcoins (inklusive 5.802 eingeschränkter Bitcoins). Hauptgrund ist, dass Riot in diesem Quartal 3.778 Bitcoins verkauft hat, zu einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 76.626 US-Dollar, wodurch ein Nettoerlös von rund 289,5 Millionen US-Dollar erzielt wurde. Im Vorjahresquartal gab es keinerlei Verkaufsaufzeichnungen. Dies ist ein in den letzten Jahren seltener groß angelegter Cash-Out von Riot und könnte darauf hindeuten, dass das Unternehmen aktiv Kapital für den Ausbau von Rechenzentren beschafft.

Starkes Wachstum der Rechenleistung, Stromkosten auf einem neuen Tief

Obwohl die Bitcoin-Produktion leicht zurückging, zeigen die Daten auf Ebene der Rechenleistung weiterhin Wachstumsdynamik. Die eingesetzte Rechenleistung stieg im Jahresvergleich um 26% auf 42,5 EH/s, und die durchschnittliche Rechenleistung legte ebenfalls um 23% auf 36,4 EH/s zu. Die Stromkosten sind Riots zentrale Wettbewerbskraft: Die All-in-Stromkosten (inklusive aller Übertragungsgebühren, abzüglich Strom-Rabatten) fielen auf 3,0 Cent pro kWh und lagen damit 21% unter den 3,8 Cent pro kWh im Vorjahresquartal.

Besonders bemerkenswert ist das starke Wachstum der Einnahmen aus Demand Response (Bedarfsanpassung). Durch die Teilnahme an Demand-Response-Programmen im ERCOT-Netz in Texas sowie im MISO-Netz im Mittleren Westen erhielt Riot rund 7,5 Millionen US-Dollar an Vergütung, was gegenüber den 2 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal einem Anstieg von 278% entspricht; dies ist ein wichtiger Bestandteil seiner Strategie mit niedrigen Stromkosten.

Strategischer Wandel: Von der Mining-Industrie zur Entwicklung großer Rechenzentren

Riot betont in der Mitteilung, dass das Unternehmen sich von einem reinen Bitcoin-Mining-Anbieter hin zu einem Entwickler großer Rechenzentren wandelt, um dem Wachstum bei Anforderungen an hochdichtes Computing zu begegnen. Die vertikal integrierte Strategie umfasst Bitcoin-Mining, Engineering-Design sowie den Betrieb von Einrichtungen in Texas und Kentucky; die Engineering- und Fertigungskapazitäten sind auf Denver und Houston verteilt.

Die Effizienz der Mining-Hardware verbesserte sich nur leicht von 21,0 J/TH auf 20,2 J/TH, was zeigt, dass die Geräte kontinuierlich aufgerüstet werden. Riot plant, an mehreren Investorentreffen im Mai teilzunehmen, darunter die Needham TMT-Konferenz (New York) und die Macquarie Asia Conference (Hongkong) usw.; die anschließenden Kapitalplanungen sind weiterhin besonders zu beobachten.

Der Artikel „Riot Platforms Q1 2026 Operating Report: Rechenleistung wächst im Jahresvergleich um 26%, aber der Bitcoin-Bestand schrumpft um 18% auf 15.680“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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