BlockBeats-Nachrichten, 4. April. Laut einer Mitteilung des kambodschanischen Senats hat Kambodscha einstimmig ein neues Gesetz gegen Betrugszonen verabschiedet, das den Schwerpunkt auf die Bekämpfung grenzüberschreitender Betrugsaktivitäten legt, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen. Das Gesetz wurde mit 58 Stimmen bei voller Zustimmung verabschiedet und tritt offiziell erst in Kraft, nachdem noch die Genehmigung des Königs eingeholt wurde.
Das neue Gesetz sieht vor, dass Personen, die an organisierten Betrugsaktivitäten beteiligt sind, mit einer Freiheitsstrafe von 2 bis 5 Jahren rechnen müssen und mit einer Geldstrafe von bis zu 125k USD belegt werden können; falls es sich um gemeinschaftliches Vorgehen in einer Bande oder um mehrere Geschädigte handelt, werden die Strafen verschärft und können sich bis auf das Doppelte erhöhen.
Der Hintergrund dieser Gesetzgebung ist, dass das Problem von Betrugszonen in Südostasien weiterhin international Aufmerksamkeit erregt. Den einschlägigen Einrichtungen wird vorgeworfen, in organisierte Kriminalität verwickelt zu sein, darunter auch Kryptowährungsbetrug, und dabei mit schweren Problemen wie Zwangsarbeit einherzugehen. Zuvor hatten bereits Länder wie die USA und Großbritannien Sanktionen gegen entsprechende Netzwerke verhängt, und Kambodscha hat zudem bei der Auslieferung der beteiligten Personen zusammengearbeitet.
Analysten gehen davon aus, dass das Gesetz ein Zeichen dafür ist, dass Kambodscha zum ersten Mal in Form einer strafrechtlichen Gesetzgebung die grundlegende Infrastruktur für kryptobezogenen Betrug offensiv bekämpft. Allerdings sind sich Marktteilnehmer weitgehend einig, dass die tatsächliche Wirkung weiterhin davon abhängt, wie konsequent die Strafverfolgung durchgesetzt wird. Probleme, die in der Vergangenheit mit unzureichender Regulierungsdurchsetzung einhergingen, könnten weiterhin eine entscheidende Variable für den Erfolg dieses Gesetzes sein.
Aus Sicht der Branche zeigt dieser Schritt, dass die weltweite Regulierung gegen Krypto-Betrug weiter verschärft wird. In Zukunft könnten Börsenplattformen und On-Chain-Plattformen in Bezug auf Anti-Geldwäsche (AML) und die Identifizierung der Nutzer (KYC) mit höheren Compliance-Anforderungen konfrontiert werden.