Gate News-Nachrichten: Am 3. April hat das kambodschanische Parlament Berichten von Decrypt zufolge einstimmig ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Cyberbetrug verabschiedet. Es richtet sich gegen Betreiber von groß angelegten Betrugs-Hafensiedlungen, die Kryptowert-Assets nutzen, und kann im Höchstfall lebenslange Haftstrafen nach sich ziehen. Das Gesetz muss derzeit noch vom Senat geprüft und von König Norodom Sihamoni abschließend genehmigt werden. Gemäß dem Gesetz müssen die Drahtzieher der Betrugsgruppen mit 15 bis 30 Jahren Haft rechnen; wenn Todesfolgen eintreten, kann dies lebenslänglich bedeuten. Organisatoren droht eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft und zusätzlich eine hohe Geldstrafe. Teilnehmer könnten mit 2 bis 5 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 125k US-Dollar belangt werden. Eine Analyse weist darauf hin, dass Betrugsmaschen wie „Pig-Butchering“-Scams in Südostasien in den letzten Jahren rasch zugenommen haben. Gestützt auf Kryptowert-Assets ermöglichen sie grenzüberschreitende Verlagerungen und Geldwäsche, wobei jährlich Beträge in der Größenordnung von mehreren hundert Milliarden US-Dollar betroffen sind. Solche oder weitere Strafverfolgungsmaßnahmen könnten dazu führen, dass Betrugsaktivitäten „verlagert statt beendet“ werden. Entscheidend ist, ob gleichzeitig auch Korruptionsschutz, Geldwäsche-Netzwerke und grenzüberschreitende Zahlungs- bzw. Geldfluss-Systeme bekämpft werden.